Das richtige Kleid zum Abiball: 7 Tipps

Nach dem Stress des letzten Schuljahres und den vielen Lern- und Prüfungsstunden hat das Zittern und Zagen ein Ende: Das Abitur ist geschafft, es wartet der wohlverdiente Abiball. Für viele Mädchen ist dies der erste große Ball, und so stellt sich die Frage nach dem richtigen Abiballkleid. Natürlich darf es eine größere Garderobe sein, schließlich ist es ein Ball, auf dem getanzt wird. Andererseits wäre es schön, wenn das Kleid nicht derart aus dem Rahmen fällt, dass es zu keinem anderen Termin je wieder eingesetzt werden kann, denn ein Ballkleid kann ein paar Euros kosten und soll sich nicht nur für einen Abend lohnen.

Junge Frau in rotem Ballkleid

Schick zum Abiball

Manche junge Frau hat vielleicht bereits ihren Abschlussball der Tanzschule hinter sich und zu diesem Anlass ein Kleid gekauft gehabt. Andererseits ist der Abiball etwas Besonderes und verdient ein eigenes Outfit. Zwei schöne Kleider sind nicht zu viel im Kleiderschrank, auch kann es sein, dass das erste Tanzkleid im Stil anderer Art war und nun nicht passend erscheint.

Wie auch immer: Es wird Zeit für ein richtig schönes Ballkleid, wie es für junge Frauen knapp unter 20 Jahren angemessen ist. Das bedeutet gleichzeitig, dass das Kleid in Farbe, Schnitt und Stil zu dieser Jugend passen sollte, also nichts Schweres, Drückendes oder Altjüngferliches haben sollte. So, wie mancher Schmuck erst mit den Jahren tragbar wird, ist es auch mit der Garderobe. Alles hat seine Zeit - und jetzt ist Zeit für etwas Flottes, Leichtes und Schickes.

1. Cocktailkleid, Minikleid oder Ballkleid?

Cocktailkleider sind maximal knielang, arbeiten mit Tüll und herrlichen Farben, die jungen Mädchen auf jeden Fall hervorragend stehen. Darunter fällt das sogenannte kleine Schwarze, das jede Frau im Schrank haben sollte. Hier gibt es junge Schnitte, vielleicht mit klassischem weißem Kragen und einem Taillengürtel; oder mit U-Boot-Kragen - dazu passt beispielsweise ein langer Seidenschal in Regenbogenfarben.

Wenn lange, schlanke Beine zu zeigen sind, sehen Minikleider mit Spitzensaum und einem längeren Schoß auf der Rückseite, vom Po bis zum Knie, wunderschön aus. Zarte Pastelltöne sind genau das Richtige, um die Zartheit von Gesicht und Haut zu unterstreichen, wie sie in diesem Alter meist vorhanden sind.
Hier ist ein Wort zum Typ angesagt. Die Natur hat uns nicht alle gleich geschaffen und so muss, auch wenn das ungerecht ist, jeder darauf achten, die richtige Garderobe auszuwählen. Das gilt für den Alltag, insbesondere aber zu besonderen Anlässen wie einem Ball: Wer also lang und schlank ist, kann fast alles tragen. Wer kurze Beine und/oder ein paar Pfunde mehr hat, sollte streckende Kleidung bevorzugen. Elasthanfasern, gekonnte Stoffführungen und keine auffälligen Details an Problemzonen sind nur einige Punkte, die bei der Frage nach dem besten Kleid zu beachten sind. Eventuell darf es etwas Shapewear als Unterwäsche sein, damit lässt sich manches Polster wegschmuggeln. Allerdings nicht zu eng kaufen: Am Ende fehlt die Puste beim Tanzen!

2. Beinfreiheit zum Tanzen

Die Frage des Tanzens erstreckt sich auf Schuhe (siehe weiter unten) und die Länge des Kleides. Ein superenges, langes Kleid kann todschick sein, doch wenn man damit kaum einen Tanzschritt absolvieren kann, ist das ungemein schade und verdirbt am Ende die Freude an dem Ball. Auch gilt: Kurze Ärmel sind in der warmen Luft, die durch die vielen Gäste sicher zustande kommt, eher geraten als lange. Notfalls darf ein Bolerojäckchen oder eine Stola mit in den Ballsaal, sodass man sich auf dem Balkon oder dem Außengelände erfrischen kann, ohne sich zu erkälten.

3. Schimmernde Stoffe und Farben

Dass die Farbe des Kleides auf die Abiturientin abgestimmt sein sollte, ist klar. Sieht der Rotschopf in dem roten Kleid wirklich gut aus oder wirkt er einfach nur aufgedonnert. Make-up kommt ebenfalls ins Spiel: Es sollte nicht zu viel sein. Jungen Mädchen steht Zurückhaltung besser, ihre Jugend ist meist Schmuck genug.
Außerdem ist das Material des Kleides eine Frage: Seide schimmert, Satinschleifen glänzen, Schmuckknöpfe und Zierschnallen können funkeln. Ballkleider sollten immer hochwertig gearbeitet und aus besten Rohstoffen komponiert sein. Am besten nimmt man zur Anprobe eine zweite Person mit, damit das Kleid auch später noch Freude macht und nicht nur aus einer spontanen Laune heraus gekauft wurde.

Übrigens: Spitze steht den meisten Mädchen sehr gut, bei Volants und Rüschen sollte ein Zuviel vermieden werden.

4. Ja und nein zu Strumpfhosen

Ist das Kleid gefunden, stellen sich weitere Fragen: Schuhe, Schmuck, Strumpfhosen und Accessoires müssen eingekauft werden. Eine Feinstrumpfhose kann, muss aber nicht sein. Der Abiball findet normalerweise im Sommer statt, es ist warm oder sogar heiß und wird sicher auf einem Tanzball nicht kühler. Andererseits kann es sein, dass die Schuhe mit der Zeit drücken und eine Strumpfhose hier erste Abhilfe leisten kann. Bei offenen Sandalen sind keine Strümpfe oder Strumpfhosen angesagt; zur Not hilft es, ein zweites Paar Schuhe - geschlossene - mitzunehmen und das Pflasterset nicht zu vergessen.

Viele Kleider sehen auch ohne Strumpfhosen sehr gut aus, ein Minikleid kann allerdings mit einer modischen Strumpfhose einen zusätzlichen Clou aufweisen. Solche Effekte sollten vor dem Spiegel zu Hause ausprobiert werden, sie lassen sich nicht verallgemeinern. Ein Abiball ist allerdings nicht der richtige Ort für übertriebene Erotik.

5. Die richtigen Schuhe

Natürlich möchten die meisten jungen Frauen hohe Absätze tragen. Das sieht gerade zu Minikleidern auch wunderschön aus, allerdings stellt sich die Frage, wie lange die Füße es auf diesen Schuhen beim Tanzen aushalten. Außerdem sollte die Trägerin darin unbedingt laufen können, nicht wie ein Model, doch zumindest nicht allzu eckig. Ansonsten ist die Wirkung der ansonsten aparten Abendgarderobe mit den ersten Schritten zunichte gemacht.

Vielleicht sind bereits spezielle Tanzschuhe vorhanden, die es auch mit schickem Strass für besondere Anlässe gibt. Das wäre eine Alternative bei offenen Schuhen. Pumps passen immer. Bedenkenswert: Manche Absatzformen lassen elegante Tanzschritte kaum zu, so die derzeit sehr angesagten Keilabsätze, weil man darauf nicht abrollen kann. Auch Plateauschuhe könnten die Tänzerin in gefährliche Schieflagen bringen. Schließlich will sich sicher niemand den Knöchel brechen. Es kann auch hier durchaus vernünftig sein, im Zweifelsfall zwei Paar Schuhe mitzunehmen.

6. Dezenter Schmuck

Beim Schmuck gilt dasselbe wie beim Make-up: Weniger ist mehr. Kleine Ketten in Silber oder Gold schmücken den zarten Hals. Werden lange Ohrhänger getragen, sollte eine Kette ganz vermieden werden. Filigrane Ohrgehänge sind eventuell die schönere Wahl, dann kann darunter das Kleid richtig wirken. Wer möchte, trägt einen einzelnen schlichten oder auffälligen Ring, der gut zu dem Kleid passt, alternativ ein Armband. Eine Uhr muss nicht sein, sie stört die Gesamtoptik. Dagegen sind blitzende Haarspangen in hochgestecktem Haar eine echte Augenweide.

7. Die Accessoires

Wichtige Accessoires gehören zur Gesamtgarderobe unbedingt dazu: Eine schicke Abendtasche, vielleicht ein Querformat als Schultertasche, sieht besonders reizend aus. Lackleder könnte die richtige Wahl sein, der Stil sollte eher filigraner Natur sein.

Wird tatsächlich ein großes Abendkleid gewählt, passen eventuell lange Handschuhe, vielleicht ein Modell, das nur am Mittelfinger mit einer Stoffspitze befestigt ist und ansonsten die Finger unbedeckt lässt. Das sollte allerdings gut überlegt werden und hängt sehr vom Typ der Trägerin ab. Es gibt auch kleine Spitzenhandschuhe, die nur bis zum Handgelenk reichen. Sie sind eine bildschöne Alternative und ebenfalls in vielen Farben erhältlich. Doch wahrscheinlich sieht das Kleid ohne diese Attribute ebenso schön aus.