Fremdsprachenberufe - Ausbildung und Karrierechancen

Berufsausbildung oder Studium? Für manche Berufe stellt sich diese Frage nicht. Als Rechtsanwalt oder Arzt kommt man um das universitäre Studium nicht herum, wer eher handwerklich begabt ist, dem nützt ein Studium hingegen wenig.

Fremdsprachenberufe bieten da eine ganz andere Vielfalt. Angefangen von der schulischen Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten, über eine Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer bis hin zum Studium an einer Fachhochschule oder Universität ist alles möglich. Häufig bauen die Berufe sogar aufeinander auf. Wer sich nach einer Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten noch unschlüssig ist, ob ein Studium folgen soll, der kann sich zunächst zum Übersetzer weiterbilden und diesen Abschluss dann auf den Bachelor-Studiengang „International Business Communication“ anrechnen lassen. Diese Möglichkeit bieten beispielsweise die AKAD-Hochschulen mit ihren Standorten in Stuttgart, Leipzig und Pinneberg.

Die Ausbildung in einem Fremdsprachenberuf enthält neben Korrespondenz, Übersetzungslehre und Dolmetschen in der Regel auch betriebswirtschaftliche Fächer. Fremdsprachenkorrespondenten und Übersetzer werden in der Regel an privaten Akademien ausgebildet. Gleiches gilt für verwandte Berufe wie Fremdsprachensekretäre und Fremdsprachenassistenten. Bekannte Universitäten für ein Übersetzerstudium sind die Universitäten Leipzig und Heidelberg. Außerdem, wie oben bereits erwähnt, die AKAD-Hochschulen.

Meeting von fünf Personen
Viele Geschäftsbeziehungen sind nur durch den Einsatz von Dolmetschern möglich.

Sekretärin oder Führungsposition: Karrierechancen

Hat man sich für einen Fremdsprachenberuf entschieden, dann sind die Einsatzmöglichkeiten genauso vielfältig, wie die Ausbildungsmöglichkeiten: Assistenz- und Sekretariatspositionen kommen genauso infrage wie reine Übersetzer- oder Dolmetschertätigkeiten oder, nach entsprechender Berufserfahrung, Fach- und Führungspositionen in international agierenden Unternehmen. Auch eine Spezialisierung in anderen Bereichen ist möglich. So sind zum Beispiel technische oder medizinische Übersetzer begehrte Fachkräfte. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Vereidigung als Übersetzer an Gerichten oder in Behörden.

Die große Frage: Ist ein Fremdsprachenberuf das richtige für mich?

Fremdsprachen versprechen ein Stück von der großen weiten Welt. Das liegt in der Natur der Sache. Man sollte sich aber der Tatsache bewusst sein, dass Dolmetscher und Übersetzer ein sehr hohes sprachliches Niveau benötigen, um beispielsweise die Prüfung zum staatlich geprüften Übersetzer zu bestehen. Das gilt schon für den Beginn der Ausbildung. Und so groß die Lust auch sein mag, sich voll einer Fremdsprache zu widmen – auch die Muttersprache muss sich auf hohem Niveau weiterentwickeln, um ein guter Übersetzer zu werden.